die hühner

Ganzheitlichen Wissens schnell bei allen Hühnern wieder vorbei war. Aber dann…

Der Fußballenabszess beim Hahn D´Artagnan und der Bresse Resi. Resi war für homöopathische Informationen offen und nach zwei bis drei Gaben der Mittel (vom Typ her Pulsatilla, von den Erregern her Chalmydien als Nosode) hat sie auch nicht mehr gehumpelt. Aber für den „Männerschnupfen-Kandidaten“ D’Artagnan habe ich eine Heil- und Zugsalbe selbst hergestellt. In Kokosfett gesottene Kräuter wie Holunderbaumrinde, Ringelblume, Schafgarbe, Weidenrinde, Kamille, Bockshornkleepulver und Giersch. Danach vermischt mit selbst angesetztem Johanniskrautöl. Und nachdem diese Mischung bei warmen Temperaturen zu flüssig war habe ich es mit Salbeipulver, noch mehr Bockshornklee und Stinkasant verfestigt.

die Mischung
Salbe selbst machen

Nur ist der gute Hahn geschickter geworden was die Einschätzung meiner Bewegungen und Beweggründe angeht und die Anpassung seiner Positionierung und Absicht dazu. Er hat festgestellt, dass ich ihn gerne einfange um seinen Fuß erst in Wasser mit Arnika-Tinktur, homöopathischen Koplexpräparaten und Ferrum phosphoricum zu waschen und danach mit Salbe und Umschlag zu verbinden. Ich glaube, das mag er nicht. Zumindest die ersten 3 Minuten, wenn ich ihn eingefangen habe; sein Herz pumpert da wild und der Schnabel steht vor lauter Schnaufen offen. Beruhigt sich dann aber. Und er ergibt sich – wie es sich für einen Musketier und Gentleman gehört – seinem Schicksal.

Hahn behandelt
D’Artagnan der Hahn im Fußbad

Und gibt Wohllaute von sich, wenn ich den heißen Krallen-Dinosurierfuß in die kalte Tinkturenflüssigkeit tauche.

Den Rest der Bandagierung lässt er ergeben über sich ergehen um nach der Fertigstellung theatralisch seinen Hühnerfuß hoch zu halten, als würde er seine Bandagierung stolz präsentieren. Und das ganz dramatische Humpeln wird auch noch inszeniert . . .

Zu dem hat sich in diesen Tagen die dicke Erna auf ein paar – eigene genauso wie die von ihren Kolleginnen – Eier gesetzt. Hühner sind Gesellschaftstiere und legen gerne in ein gemachtes Nest. Und sind auch schon mal zu dritt im Nest gesessen . . . und die dicke Erna steht einfach nicht mehr auf.

 

gluckende Henne
Erna auf den Eiern

Da werden wohl ein paar Küken herausschlüpfen. Es ist für so ursprüngliche Stadtmenschen wie uns ein Abenteuer. So langsam verstehe ich den Begriff „Glucke“ ob bei Mensch oder Huhn! Sie würde ihre eigenen Bedürfnisse wirklich gnadenlos ignorieren, wenn wir sie nicht einmal täglich von den Eiern verscheuchen würden, damit sie etwas Nahrung und Wasser aufnimmt und sich ein bisschen abkühlt. Und einen Riesenschiß abläßt.

 

Eierproduktion
gemeinsam im Legenest

In dieser Zeit müssen wir nachsehen, ob frische Eier von den anderen Hennen dazu gekommen sind und diese herausnehmen. Nicht, dass sie „angebrütet“ werden und keine Chance zum Schlüpfen haben. Die Glucke hat genau 3 Wochen Zeit, bis aus dem Ei das Leben herausbricht . . . .

Es ist schon phänomenal – diese Verkettung von Urtier und Nutzungsindustrie in einem Lebewesen zu erleben. Bei der Menschheit heißt es in Medizinerkreisen, dass das Gebären verlernt wird – nach der dritten Generation Kaiserschnitt. Und bei den Hühnern? Brutkasten und Kükenstationen?

Es gibt schon hin und wieder unter den Hybrid-Hennen (genetisch optimierte Inzuchthennen der Industrie für Eier- oder Fleischproduktion, das Geschäft damit teilen sich weltweit 4 Konzerne) welche, die einen Brutinstinkt haben oder entwickeln (auf Grund von Sternenkonstellationen oder Futter oder anderweitig ererbten epigenetischen Mustern???). Sehr seltsam.

Ich habe mir vorgestellt, wie sich die Menschheit entwickeln würde, wenn man Kinder von Leihmüttern in Gebärstationen auf die Welt bringt und dann untereinander lässt . . . ohne Erwachsene. Die Versuche gab´s auch schon, soweit ich weiß. Geht eigentlich nicht wirklich gut . . .

Und wie soll sich das Huhn entwickeln? Die Küken untereinander ohne führende, erfahrene Henne? Und die Junghähne ohne Autorität? Kein Wunder, dass das Huhn an sich für blöd gehalten wird. Wir halten es blöd. Und der Kreis, wie sich die Schlange in den eigenen Schwanz beißt, ist damit wieder einmal geschlossen!

Bis bald,

herzliche Grüße

Hennen im Garten
Lotte und Liesl im Garten

Ein Feedback für “die hühner

  • 22. Juli 2017 at 12:21
    Permalink

    Einfach nur schön
    Danke für das Teilen
    Der Geschehnisse
    Liebe Grüße Sylvia

    Reply

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