benako – theorie

benako – theorie

Echte Nachhaltigkeit ist keine so einfache Sache. Es fängt damit an, dass man daran denken sollte, zum Einkaufen eine Stofftasche mitzunehmen und erstreckt sich dann über die Auswahl dessen, was und wo man einkauft bis hin zu der Entscheidung, ob man das, was man kauft auch wirklich braucht. Der „geistige Konsum“ ist ebenfalls von Bedeutung.

Wir sind „Kinder einer Konsumgesellschaft“. Als solche sind wir damit konfrontiert, dass es fast immer sehr viel billiger ist, ein kaputtes Ding neu zu kaufen als es zu reparieren bzw. reparieren zu lassen. Selbst wenn man es eigenhändig in Ordnung bringt und die Arbeit in den Stundenlohn eines Selbstständigen hier in Deutschland umrechnet, ist es aus der „Erste-Welt-Länder-Sicht“ komplett unwirtschaftlich. Zudem werden wir täglich von Werbung und anderen Informationen bombardiert und damit verführt bestimmte Produkte zu kaufen oder geistige Inhalte zu konsumieren bzw. in eine bestimmte Richtung zu denken.

ABER: Sobald man etwas globaler denkt und unsere Politik, Umwelt, Gesundheit, Weltwirtschaft und soziale Verantwortung mit einberechnet, ist es sicherlich sinnvoller, mit weniger auszukommen, die Dinge möglichst qualitativ hochwertig und reparierbar zu kaufen, weniger Müll zu produzieren und letztendlich vielleicht auch ein wenig mehr mit sich selbst zufrieden zu sein, statt beispielsweise die fünfte Tasse Kaffee zu trinken obwohl man sich bewusst ist, wie selten Kaffe nachhaltig produziert wird. In Bezug auf unsere Denkgewohnheiten können wir bewusst geistige Inhalte wählen. Wir können den Mut zur Lücke finden und die Dauerberieselung ausschalten um in uns zu gehen.

Wieviel darf man mit gutem Gewissen konsumieren und genießen und ab wann wird es dekadent?

Wie kommt man auf zuverlässige Informationen über den Herstellungvorgänge in einer Firma?

Müssen wir alle wieder Selbstversorger werden oder schaffen wir es als Gesellschaft eine „Ethische Wirtschaftlichkeit“ zu erstellen?

Das sind Fragen und Themen dieses Teils von Benako.